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Untenstehende Bitte um Unterstützung wurde von uns bereits am 17. Februar 2014 an Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter übermittelt:

Unsere Zukunft wird in diesen Tagen entschieden.
Herr Minister Rupprechter: Wir brauchen ihre Hilfe! Jetzt!

Sehr geehrte Damen und Herren! 

 

Wir die österreichische "Plattform Mutterkuh" vertreten derzeit ca. 10.000 Mutterkuhbetriebe im ganzen Bundesgebiet. Wir verstehen uns als neu geschaffene Interessensvertretung, einer bis jetzt oft stiefmütterlich behandelten Betriebsform. 

Aufgrund der mittlerweile weit fortgeschrittenen Formulierung der Programmvorschläge zur "LE 2015-2020" sehen wir den Betriebszweig Mutterkuhhaltung mittelfristig als wirtschaftlich sehr gefährdet bzw. sogar als nicht überlebensfähig. 

Um die flächendeckende Bewirtschaftung, die Offenhaltung der österreichischen Kulturlandschaft, sowie die Versorgung mit heimischem Rindfleisch sicher zu stellen, spielen unsere Mutterkühe eine tragende Rolle. Auch in den Bereichen Tierschutz und Grundwasserschutz übernehmen unsere Betriebe seit Jahrzehnten eine Vorreiterrolle. 

Als Vertreter der Mutterkuhhalter stellen wir nachfolgende Forderungen an das Programm "LE 2015-2020".  

Für die "Plattform Mutterkuh Österreich"   Norbert Kranawetter

 

 

 

FORDERUNGEN der "Plattform Mutterkuh Österreich "

 

AN DIE AGRARPOLITIK 2015-2020 

 

Höherer Fördersatz für die ersten 20-30ha LN

 

Da Mutterkuhbetriebe in der Regel kleine bis mittlere Betriebe mit geringer Flächenausstattung in oft extensiven Lagen sind, würde eine höhere Förderung der ersten 20-30 ha LN in der ersten Säule einen großen Anteil der MK-Betriebe unterstützen. 

 

Wasserschutz-/Kreislaufwirtschaftsprämie für Festmistsysteme 

Kreislaufwirtschaft ist für eine nachhaltige Landwirtschaft von oberster Priorität.

Gerade  Mutterkuhbetriebe arbeiten häufig mit Strohmist-  und Festmistsystemen. Dies fördert den Humusaufbau  und wirkt sich positiv auf den Grundwasser- und Klimaschutz aus. 

Da auch die bodennahe Gülleausbringung aus Klimaschutzgründen gefördert wird, erscheint es uns logisch, dass auch der Mehraufwand der Festmistsysteme mit der positiven Wirkung auf Wasser, Boden und Umwelt ausgeglichen wird. 

Als Ansatz für die Prämienhöhe sollte unser Nachbarland Deutschland dienen, bei denen eine Prämienhöhe von 80€/Raufutterverz. GVE bereits realisiert wurde. Haltungssysteme auf Stroh müssen aus Tierschutz- und Umweltschutzgründen eine Gewichtung bekommen, um dem Wunsch der Bevölkerung nahe zu kommen. 

 

Weide- und Auslaufprämie

Weide und Auslauf wirken sich besonders positiv auf die Gesundheit der Tiere aus und entsprechen einer besonders natürlichen Haltungsform. 

Bei den Konsumenten wird für österreichisches Rindfleisch ausschließlich mit glücklichen Weidetieren, Mutterkühen und Almrindern geworben (eine Rindfleischwerbung mit Bildern aus einem Vollspalten-Stiermaststall ist uns nicht bekannt), und davon profitiert die gesamte österreichische Rindfleischvermarktung. Der Konsument erwartet also die Art von Landwirtschaft, die von den Mutterkuhbetrieben praktiziert wird!

 

Mutterkuhbetriebe nehmen bei Weidehaltung eine Vorreiterrolle ein. Durch Haltungssysteme die Weide auf der einen Seite und Stallhaltung mit Auslauf auf der anderen Seite beinhalten, entstehen finanzielle Mehraufwendungen und ein erhöhter Zeitaufwand in der Tierhaltung. Da durch die Vermarktungspreise dieser Mehraufwand nicht abgedeckt wird, ist ein Ausgleich durch eine adäquate Prämie unbedingt erforderlich.

 

Eine Beibehaltung und Weiterentwicklung des Fördersystems, welches in Oberösterreich momentan zur Anwendung kommt, ist anzustreben. Eine Erweiterung dieser Förderung um eine Kombinationsvariante für Betriebe, die sowohl Auslauf im Winter als auch Weide im Sommer anbieten wäre nötig.

 

Bundesförderung für Mutterkühe

 

Im derzeitigen Förderungsmodell werden die Direktzahlungen für Mutterkühe durch eine Bundesförderung in der Höhe von €30/Mutterkuh ergänzt. 

Wir fordern eine Beibehaltung dieser nationalen Stützung als klares Zeichen der Regierung und des Landwirtschaftsministeriums für die Mutterkuhhalter! Vor allem Betriebe mit Mutterkühen pflegen unsere Kulturlandschaft und halten das Berggebiet offen. Ohne flächendeckende Bewirtschaftung wird eine Offenhaltung unleistbar und die Artenvielfalt geht weiter zurück. 

 

Mutterkuh-Kalbinnen Prämie 

Bei der Entkoppelung der Mutterkuhprämie und deren Anrechnung auf die  Betriebsprämie muss unbedingt auch die Mutterkuhkalbinnenprämie zu 100% berücksichtigt werden. Gerade für Züchter, die geschlossene Betriebe haben oder Zuchtkalbinnen für den österreichischen Markt produzieren, ist dies eine sehr wichtige Maßnahme.

 

Qualitätsprogramm Mutterkuh 

Als Mutterkuhhalter/-innen sind wir in der Rindfleischproduktionskette das erste und sogleich auch das mitunter wichtigste Glied. Auch die Bestandesergänzung durch Fleischrinderkalbinnen wird durch uns gesichert. Um auch zukünftig Qualitätsprogramme und die nachgelagerten Rindermastbetriebe marktgerecht mit österreichischen Einsteller bedienen zu können ist es erforderlich die Betriebsform der Mutterkuhhaltung abzusichern.

 

Sollte es keine Unterstützung des Betriebszweiges Mutterkuh geben, kommt es zu einer Unterversorgung mit heimischem Rindfleisch (geboren, gewachsen und geschlachtet in Österreich), und die jahrelangen Bemühungen unsere Produkte bei Konsumenten, Handel und Gastronomie zu etablieren, sind mit einem Schlag wieder umsonst.

 Eine betriebsbezogene Qualitätsprämie für Mutterkuhhalter/-innen könnte, mit einem gewissen Mehraufwand, die gesamte Produktionskette deutlich verbessern und absichern.

 

 

 

Förderprogrammvorschlag: 

Die Förderung muss im ersten Glied der Produktionskette geschehen, also direkt bei den Mutterkuhhaltern, so hat sie mit Abstand die höchste Wirkung. Die nachgelagerten Bereiche profitieren automatisch. 

- Einsatz von gekörten und reinrassigen Fleischrassestieren bzw. geprüfte Besamungsstiere (Künstliche Besamung) zur Sicherstellung von Leichtkalbigkeit, hohen Tageszunahmen und optimaler Ausnützung des Heterosis-Effektes in der Gebrauchskreuzung 

- Zusammenarbeit mit dem TGD zur Stabilisierung bzw. individuellen Entwicklung in den Bereichen Kälbergesundheit und Fruchtbarkeitsmanagement. Der TGD sollte als Beratungsstelle für Gesundheitsfragen fungieren. 

- Leistungskontrolle durch die Erfassung der Aufzuchtdaten in Zusammenarbeit mit dem LKV inklusive betriebsindividuelle Entwicklungsberatung ( Zuchtbullenauswahl).

 

 Durch die erhöhte Datenmenge in der Erfassung von Geburten (Abkalbeverlauf, Geburtsgewichte, Tageszunahmen) wird mittelfristig eine aussagekräftige und produktionsnahe Zuchtwertschätzung für Fleischrinder möglich.

 

Begrünungsmaßnahme: 

Mehr jähriges Kleegrass stellt für viele Rinder haltende Betriebe, nicht nur für die Mutterkuhhalter, eine wesentliche Futtergrundlage dar. Dieses fällt laut aktuellem Entwurf gänzlich aus der Maßnahme „Begrünung von Ackerflächen - Zwischenfruchtanbau“ heraus. 

Argumentiert wird mit Anlage und Umbruchkosten. Die Anlagekosten für mehrjähriges Kleegras übersteigt, die von den vorgesehenen Begrünungsvarianten um ein vielfaches, ebenso deutlich erhöht sind die Umbruchkosten! Der ökologische Nutzen (Grundwasser, Hochwasser, Oberflächengewässer, Klima, Humus, Erosion, …) steht auch bei der Bevölkerung an oberster Stelle und hat mehr Akzeptanz, als aktuell möglichen Varianten mit zB anschließendem Maisanbau bei weitem. Das „System Immergrün“ ist hier nur bedingt ein Ersatz, weil es nicht einmal mit der Mulchsaat kombinierbar ist.

 

Auch hier fordern wir ein Überdenken des aktuellen Vorschlages!