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Wir lassen uns nicht auf die Hörner nehmen!!!

Wir wollen uns von der Politik nicht "auf die Hörner" nehmen lassen, daher haben wir uns bereits Gedanken über die zur Zeit größten Bedrohungen für unsere Betriebe gemacht und Fordern unsere Vertreter zum Handeln auf: 

 

Für den Erhalt unserer Mutterkuhbetriebe sind unbedingt  Änderungen im Programm "LE 2020" nötig

  

Wir, die MutterkuhhalterInnen Österreichs, haben über die letzten drei Jahrzehnte eine wesentliche Rolle, auf der einen Seite in der österreichischen Qualitätsrindfleisch und Einstellkälberproduktion und auf der anderen Seite aber auch in der Sicherstellung einer flächendeckenden landwirtschaftlichen Bewirtschaftung, eingenommen. 

Gerade im letztgenannten  Punkt ist es uns mit unseren  Tieren und unserer Produktionsflexibilität möglich auch extensivste Flächen in teilweise sehr dezentralen Berggebieten offenzuhalten und vor Verwaldung zu bewahren. 

 Auch in den Tourismusgebieten leisten wir mit unseren Tieren einen großen Beitrag, in dem wir Almen und Steilflächen, so wie es die Touristen "erwarten wenn sie nach Österreich kommen", beweiden. Für viele Milchviehbetriebe österreichweit gesehen ist Beweidung bereits unrentabel, da sich die Aufzuchtdauer ihrer Jungtiere verlängert bzw. die Milchkühe nicht mehr mit der niedrigen Futtergrundlage, die auf extensiven Flächen angeboten wird, klar kommen.

Gerade aufgrund der eben genannten Tatsachen und natürlich auch durch die äußerst natürlichen, tiergerechten Haltungsbedienungen die wir unseren Tieren bieten, sind wir bei Marketingagenturen Supermarktketten sowie auch bei den Konsumenten schlichtweg das gern gesehene "Aushängeschild" für die Rindfleischproduktion in Österreich! 

Man sollte also annehmen, dass dieser Betriebszweig "Mutterkuh" auch die Unterstützung bekommt, die er für seinen Dienst an der Gesellschaft und unserer Kulturlandschaft auch verdient. 

Die österreichische Agrarpolitik sieht das jedoch offensichtlich anders.

 

Im Entwurf  des Programms für die "LE2015-2020" gehören wir Mutterkuhbetriebe eindeutig zu den Verlierern, da die Mutterkuhprämie entkoppelt, und damit zur Gänze verloren geht.

 

Viele unserer Mutterkuhbetriebe verloren im letzten Jahr durch Veränderungen in den Gemeinde- und Bezirksverwaltungen einen bedeutenden Teil der Infrastruktur in ihrer Nähe und sehen sich nun durch die Vorstellung des Programms "LE2015-2020" mit einer wirtschaftlichen Aussicht konfrontiert die einer gewollten Auslöschung eines ganzen Betriebszweiges auf Raten gleichkommt.

 

Durch diesen Verlust der Mutterkuhprämie  und die gleichzeitige Beschneidung bei der Tierschutzmaßnahme ( Wegfall der Auslaufprämie bei gleichzeitiger Nichterhöhung der Weideprämie), durch Abänderung der Begrünungsmaßnahmen zu Ungunsten von Kleegras, bei der Bioförderung ( viele Mutterkuhbetriebe wirtschaften Biologisch), wesentliche Kürzungen bei der MN Steilmadh und der AZ werden Betriebe mit oft nur leicht positivem Betriebsergebnis, negativ, es kann einfach kein Gewinn mehr erwirtschaftet werden.

 

Ein Rückstieg in die Milchkuhhaltung würde bei vielen Betrieben schon an der Banalität scheitern, das aufgrund ihrer geografischen Lage die Milch nicht mehr von der Betriebsstätte abgeholt werden kann. Andere Alternativen gibt es in diesen Lagen leider meist auch nicht. 

 

Bleibt zu fragen: "Wollen wir auch in Zukunft noch gesundes österreichisches Fleisch aus Weidegras konsumieren?"

 

 

 

Vorschläge an die "LE 2020"

 

von  "Mutterkuh Österreich"

 

 

 

Tierschutzmaßnahme (Weide Art.33) Öpul 

Weide und Auslauf wirken sich besonders positiv auf die Gesundheit der Tiere aus und entsprechen einer besonders natürlichen Haltungsform. Auch die Konsumenten befürworten eine derartige Haltungsform besonders im Zusammenhang mit raufutterverzehrenden Tierarten wie Rindern, Schafen und Ziegen. Gerade mit Mutterkühen und ihren Kälbern wird vermehrt um den Konsumenten geworben! Mutterkuhbetriebe nehmen bei Weide und Auslauf eine Vorreiterrolle ein. Durch Haltungssysteme, die Weide auf der einen Seite und Stallhaltung mit Auslauf auf der anderen Seite beinhalten, entstehen finanzielle Mehraufwendungen und ein erhöhter Zeitaufwand in der Tierhaltung, welche durch den Momentanen Vorschlag in der Tierwohlmaßnahme nicht beziehungsweise nur teilweise abgedeckt sind. 

Eine Ergänzung der Tierschutzmaßnahme um eine Auslaufprämie, wie im derzeitigen Programm 2007-2013 verankert ist nötig. Darüber hinaus ist  eine Kombinierbarkeit der beiden Maßnahmen (Auslauf im Winter/ Weide im Sommer) sicher zu stellen.. 

Unser Vorschlag: 

- 100€/RGVE               für die Weidemaßnahme 

-   50€/RGVE               für die Auslaufmaßnahme 

- 150€/RGVE               für die Kombination der beiden Maßnahmen 

 

Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse(Art.16, Maßnahme 3)Qualität u. Zusammenarbeit 

 Kälber- und Einstellererzeuger( vorwiegend Mutterkuhhalter) sind in der Rindfleischproduktionskette das erste und sogleich auch das mitunter wichtigste Glied. Gerade aus der Mutterkuhhaltung beziehen die Mastbetriebe ihre Einstellkälber mit der gewünscht stark ausgeprägten Bemuskelung. Auch die Bestandesergänzung durch Fleischrinderkalbinnen wird durch uns gesichert. Um auch zukünftig Gütesiegel- und Biorindfleischprogramme und die nachgelagerten Rindermastbetriebe marktgerecht bedienen zu können ist es erforderlich, auch die Erzeugung von heimischenEinstellkälbern und Zuchtvieh für den Markt durch ein Qualitätsprogramm zu sichern. Nach jahrelangen Bemühungen die durchgängige österreichische Herkunft beim Konsumenten, dem Handel und zuletzt auch der Gastronomie zu etablieren, darf die Versorgung mit Fleisch, von in Österreich geborenen Rindern, nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. 

 Qualitätsprogrammvorschlag für den Bereich Kälber- und Einstellererzeugung: 

Es muss eine Qualitätsprämie im ersten Glied der Produktionskette geben, also direkt bei den Kälber- und Einstellererzeugern, diese hat  mit Abstand die höchste Wirkung. Die nachgelagerten Bereiche profitieren automatisch. Die Teilnahme an managementverbessernden Maßnahmen würde eine solche Prämie rechtfertigen.

Ein "Monitoring Programm" wie nachfolgend beschrieben könnte dem entsprechen. 

- Einsatz von gekörten und reinrassigen Fleischrassestieren bzw. geprüfte Besamungsstiere (Künstliche Besamung) zur Sicherstellung von Leichtkalbigkeit, hohen Tageszunahmen und besten Fleischqualitäten unter optimaler Ausnützung des Heterosis-Effektes in der Gebrauchskreuzung 

- Stabilisierung bzw. individuelle Entwicklung in den Bereichen Kälbergesundheit und Fruchtbarkeitsmanagement. (Beratung durch Organisationen wie z.B.: LKV, LK,....) 

- Betriebsindividuelle Entwicklungsberatung (z.B.: Zuchtbullenauswahl). 

- Leistungskontrolle durch die Erfassung der geburtsspezifischen Daten und Aufzuchtdaten  (z.B.: Eingabe durch den Landwirt in einer adaptierten Variante der Rinderdatenbank) 

- Durch die erhöhte Datenmenge in der Erfassung von Geburten (Abkalbeverlauf, Geburtsgewichte, Tageszunahmen) wird mittelfristig eine aussagekräftige und produktionsnahe Zuchtwertschätzung für Fleischrinder möglich, welche nachhaltig zur Qualitätssicherheit beitragen wird. 

Qualitätsprogramm für Schlachtrinder: 

Sollte darüber hinaus ein Qualitätsprogramm für Rindfleisch geben ist unbedingt darauf zu achten, dass alle Kategorien berücksichtigt werden:

- Kalb, Jungrind, Kalbin, Ochs, Stier,

 

Wasserschutz-/Kreislaufwirtschaftsprämie bzw. Ausbringungsprämie für Festmist 

Kreislaufwirtschaft ist für eine nachhaltige Landwirtschaft von oberster Priorität.

Gerade  Mutterkuhbetriebe arbeiten häufig mit Strohmist-  und Festmistsystemen. Dies fördert den Humusaufbau  und wirkt sich positiv auf den Grundwasser- und Klimaschutz aus. Darüber hinaus finden diese Haltungsformen besonders hohe Akzeptanz in der Bevölkerung und kommen den Bildern in der Werbung am nächsten.

 Bei der Ausbringung ergeben sich aufgrund der Düngerstruktur jedoch Nachteile gegenüber "Nicht Festmist Systemen" die im momentanen Vorschlag für die  "LE 2020" nicht berücksichtigt werden.

 Da auch die  Gülleausbringung (teilweise bodennah) aus Klimaschutzgründen  gefördert wird, erscheint es uns logisch, dass auch der Mehraufwand der Festmistausbringung ausgeglichen wird.Unser Vorschlag:

 

- 3€/m³                       für das Ausbringen von Festmist